Zwei eurocom-Ratgeber für Prothesenanwender aktualisiert
eurocom bringt die beiden Ratgeber „Beinamputation – wie geht es weiter?“ und „Recht und Anspruch bei der Prothesenversorgung“ vollständig aktualisiert neu heraus. Die eurocom-Ratgeber geben Orientierung nach Beinamputation von Rehabilitation und Prothese bis zu Antrag, Widerspruch und Anspruch in der Hilfsmittelversorgung.
Im Umfeld einer Amputation entstehen vor allem Fragen. Denn sie ist ein schwerwiegender und belastender Einschnitt in das bisherige Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Sich mit dem Verlust auseinanderzusetzen und gleichzeitig die Kraft aufzubringen, um die Rehabilitation in Angriff zu nehmen und das Gehen mit Prothese zu lernen, verlangt dem Einzelnen einiges ab und kann gerade in der Anfangszeit mit Verunsicherung einhergehen. Sich darüber hinaus mit den rechtlichen Aspekten der Prothesenversorgung auseinandersetzen zu müssen, stellt eine zusätzliche Hürde dar. Menschen, die sich aufgrund ihrer Amputation ohnehin schon in einer Ausnahmesituation befinden, müssen sich unter Umständen erst für ihr Recht starkmachen, bevor sie die passende Prothese erhalten. Antworten auf die drängendsten Fragen gibt eurocom mit den beiden aktualisierten Ratgebern. Sie sind in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputation und dem Sozialrechtsexperten Jörg Hackstein entstanden.
BEINAMPUTATION – WIE GEHT ES WEITER?
Der erstmals 2008 erschienene Ratgeber hat seitdem zahlreichen Menschen geholfen. Auch die Neufassung verfolgt vor allem ein Ziel: Sie soll Menschen ermutigen, sich als mündige Klienten aktiv in ihren Genesungsprozess einzubringen und selbst mitzuentscheiden, welche Rehabilitation und Prothesenversorgung für sie persönlich die richtige ist. Betroffene und ihre Angehörigen erfahren, welche Amputationsarten es gibt, wie es nach einer Amputation weitergeht und wie die Rehabilitation ablaufen sollte. Sie erhalten Informationen dazu, welche Prothesen und Passteile für eine Versorgung infrage kommen. Informationen zur Bewältigung des Alltags sowie Erfahrungsberichte von Menschen, die ihr Leben mit Prothese meistern, zeigen Perspektiven auf. Ein umfassender Serviceteil mit Kontaktdaten von Rehakliniken und Selbsthilfegruppen macht den Ratgeber zu einem praktischen Begleiter.
RECHT UND ANSPRUCH BEI DER PROTHESENVERSORGUNG
Die Prothesenversorgung hat sich in den letzten Jahrzehnten erheblich verändert. Der medizintechnische Fortschritt setzt höhere Standards, was ihn in ein Spannungsfeld mit dem zunehmenden Kostendruck im Gesundheitswesen bringt. Die Folgen tragen die Patienten. Versorgungsprozesse ziehen sich unnötig in die Länge, weil Anträge oft nicht auf Anhieb genehmigt werden. Zur Realität der Antragsbearbeitung gehört auch, dass Versicherungen unter Bezugnahme auf entstehende Kosten einen geringeren Versorgungsstandard als ausreichend darstellen, Zuständigkeiten ignorieren und Fristen nicht einhalten. Für viele Versicherte ist dieses Prozedere undurchsichtig. Der Ratgeber beantwortet deshalb die wichtigsten juristischen Fragen, mit denen sich Betroffene und ihre Angehörigen sowie Ärzte und versorgende Orthopädietechniker konfrontiert sehen, auf allgemein verständliche und praxisnahe Weise. Dabei geht er auf die rechtlichen Grundlagen der Prothesenversorgung ebenso ein wie auf den individuellen Versorgungsanspruch der gesetzlich Versicherten. Besonders ausführlich werden das Antrags- und Widerspruchsverfahren sowie der Klageweg in der Sozialgerichtsbarkeit behandelt.
DIE PUBLIKATIONEN STEHEN AB SOFORT ZUR VERFÜGUNG
Die Ratgeber „Beinamputation – wie geht es weiter?“ und „Recht und Anspruch bei der Prothesenversorgung“ können auf der eurocom-Website kostenlos bestellt werden und stehen dort auch zum Download bereit.
ÜBER EUROCOM
eurocom ist die Herstellervereinigung für Kompressionstherapie, orthopädische Hilfsmittel und digitale Gesundheitsanwendungen. Der Verband versteht sich als Gestalter und Dialogpartner auf dem Gesundheitsmarkt und setzt sich dafür ein, das Wissen um den medizinischen Nutzen, die Wirksamkeit und die Kosteneffizienz von Kompressionstherapie und orthopädischen Hilfsmitteln zu verbreiten. Zudem entwickelt eurocom Konzepte, wie sich die Hilfsmittelversorgung aktuell und in Zukunft sicherstellen lässt. Dem Verband gehören die maßgeblichen Unternehmen aus den Bereichen Kompressionstherapie und orthopädische Hilfsmittel an, die im deutschen und europäischen Markt tätig sind.
Quelle: eurocom e.V. – European Manufacturers Federation for Compression Therapy and Orthopaedic Devices


